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Nach dem Tod Stadions im Jahr 1700 erwarb der erst sechs Jahre zuvor gewählte Kurfürst von Mainz, Lothar Franz von Schönborn, das Anwesen von den Erben für 16.500 Reichstaler. 400 m lange und 140 m breite Gartenanlage sollte das Kernstück für das von ihm geplante Lustschloss Favorite werden.

Als 1694 Lothar Franz von Schönborn zum Kurfürsten von Mainz gewählt wurde, begann für die Stadt Mainz nicht nur in städtebaulicher Hinsicht eine barocke Blütezeit.

Das Gelände der Favorite lag direkt am Rheinufer gegenüber der Mainmündung und südlich des mittelalterlichen Festungsrings vor den Toren von Mainz. August 1552 im Zweiten Markgrafenkrieg durch Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach ausgeplündert und vollständig zerstört.

Bereits im Mittelalter wurde es für Gartenanlagen genutzt. 1672 erwarb Christoph Rudolf Reichsfreiherr von Stadion den Stiftsgarten.

Hier befand sich der ältere Abts- sowie der Stiftsgarten des späteren Stiftes St. Nachdem er 1692 den angrenzenden Abtsgarten erwerben konnte, vereinigte er beide Gärten. Jahrhunderts eine bedeutende Persönlichkeit im kurfürstlichen Mainz: er war Hofratspräsident, Dompropst, Propst von St.

Dieses lag mit seiner Schmalseite, wo sich auch der Haupteingang befand, direkt am Rhein, nur durch einen Fahrweg von ihm getrennt.

In der späteren Bau- und Umbauphase (ab 1725) kamen bei der Ausgestaltung der Favorite zudem noch Einflüsse des als „Kavaliersarchitekten“ bezeichneten Anselm Franz Freiherr von Ritter zu Groenesteyn und – durch dessen Vermittlung – des Pariser Hofarchitekten Germain Boffrand hinzu.

Für die komplizierten Wasserarbeiten gewann Schönborn 1724 den bekannten Baumeister Abraham Huber aus Salzburg, den er respekt- wie humorvoll neptunum abrahamum nannte.

Vorbild der Anlage war das französische Lustschloss Marly-le-Roi von Ludwig XIV.

Das Lustschloss Favorite gilt mit seiner Weiterentwicklung der formalistisch-frühbarocken Gartengestaltung im Stile von Versailles als Vorbild für viele weitere, später entstandene, Gartenanlagen der nachfolgenden spätbarocken Epoche der Gartenkunst.

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